Schule

Die Montessorischule Jena – die Gemeinschaftsschule in Jena Nord

Am 2. Juni 1924 eröffnete in Jena die erste Montessorischule Deutschlands unter der Trägerschaft des Landes Thüringen. In einer kleinen Klasse mit nur elf Kindern unterrichtete die Montessori-Pionierin Elfriede Glückselig – ein historischer Moment für die Reformpädagogik. Doch die Schule musste am 31. März 1933 durch die aufkommende nationalsozialistische Herrschaft ihre Türen schließen.

Nach Jahrzehnten der Unterbrechung bedeutete das Jahr 1999 einen Neuanfang. Durch das enorme Engagement von Eltern und Lehrern entwickelte sich die Idee bis zur heutigen Montessori-Gemeinschaftsschule, in der Kinder von der 1. Klasse bis zum Abitur lernen können.

Die reformpädagogische Schule bietet einen Lernort, an dem anspruchsvolles Lernen mit individueller Begleitung verbunden wird. Gemeinschaft, Verantwortung und Freude am Lernen prägen im Sinne Maria Montessoris das pädagogische Handeln. Der Unterricht gründet auf drei miteinander verbundenen Säulen: Freiarbeit, Projekt- und Welterkundungsarbeit sowie Kursunterricht.

Heute besuchen rund 700 Schülerinnen und Schüler die Schule, die alle Bildungswege offenhält – vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. 2017 wurde die Schule Landessieger im Wettbewerb „Starke Schule“ sowie Ausbildungsschule für die Lehrerbildung.

Eine Schule mit Geschichte, Haltung und Herz – mitten in Jena.